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Ist Eros der Feind von Amor?

Was ist das Geheimnis wahrer Liebe?

Sind Sie verliebt und bangen, ob die Liebe hält? Oder haben Sie vielleicht schon eine Scheidung hinter sich? Liebe ist eine große Sache. Frauen wie Männer investieren ihr Bestes, wollen dem Partner oder der Partnerin alles von sich geben. Nicht umsonst sprechen wir in diesem Zusammenhang von „Hingabe“. Liebe geht wirklich ans Eingemachte. Und doch lassen sich momentan vier von zehn Ehen scheiden – meistens nach rund 15 Jahren. Kein Wunder also, wenn man dem „Abenteuer Ehe“ mit Skepsis begegnet.

Was ist also das Geheimnis wahrer Liebe? Wie gelingt diese Zweierexpedition und wird keine Lebensabschnittspartnerschaft? Dazu muss man verstehen, dass in der Liebe zwei Kräfte um die Vorherrschaft kämpfen: EROS und AMOR. Eros zerwühlt, zerstört, verzaubert, knetet unsere Herzen durch. Er macht uns wild und verlangend. Amor schafft Vertrauen, Freundschaft, Zweisamkeit. Er befriedet unsere Herzen und lässt uns in den Armen des anderen zuversichtlich schlummern.

Allzu oft sind unsere Beziehungen entweder von Eros oder aber Amor dominiert. Dann funktionieren sie langfristig nicht zu wahrer Glückseligkeit. Es geht also darum, die Leidenschaft zu erhalten, ja zu pflegen, ihr aber nicht den Vorrang vor den feineren seelischen Regungen zu geben – damit aus Frühlingsgefühlen keine Herbststürme werden. Erst, wenn wir es mit viel Geduld schaffen, die fragile Balance aus Eros und Amor behutsam zu liebkosen und zu respektieren … dann kann daraus wahre Liebe entspringen. Da es sehr, sehr selten passiert, dass Eros‘ und Amors Pfeile uns gleichzeitig treffen, ist es ein WUNDERWERK, seine große LIEBE im LEBEN zu finden. Doch Wunder passieren. Einer der letzten Sätze aus meinem letzten Roman „Eros‘ Erdbeben“ bringt auf den Punkt, worum es in einer gelungenen Beziehung geht: „Langsam stirbt, wer Sklave der Gewohnheit wird, indem er jeden Tag die gleichen Wege geht …“ Die neuen Fälle der “Liebesdetektivin” wissen davon ein Lied zu singen.

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Die Liebe: Schlachtfeld oder Kuschelzone

„Die Liebe ist eine berauschende Droge, die dich durchs Leben schweben lässt. Die Frage ist, wie viele Bewährungsproben sie erträgt, ohne vorzeitig zu zerbrechen.“ Marcello Mastroianni

 „Love is a battlefield“, wusste schon Pat Benater in den 70er Jahren. Dabei schien das damals, in den Zeiten von Hippies, freier Liebe und Woodstock noch viel einfacher als heute. Je komplexer und komplizierter unsere immer digitalere und globalere Welt wird, die sich täglich rasanter zu drehen scheint, umso mehr sehnen wir uns nach Liebe, Zugehörigkeit, Sicherheit. Eine Milliarde Menschen sahen die Hochzeit von Meghan und Harry. Die Familie wird zum Zufluchtsort und Ruhepol, nachdem die Battle des Business immer brutaler wird. Diese Tendenz ist global. Eine gleichzeitige und erschreckende Tendenz: Mittlerweile wird jede ZWEITE Ehe geschieden. In den Städten wohnen 60 Prozent Singles. Lebensabschnittspartnerschaften sind die Regel. Patchwork-Beziehungen auf Zeit lösen die Ehe, „bis dass der Tod uns scheide“, ab. Längst hat der Scheidungsanwalt den Klabautermann ersetzt.

100 different Shades of Grey machen es nicht einfacher! Dazu kommen Dutzende Transgender-Formen. Beziehungen müssen immer anpassungsfähiger werden, um der eklatanten Individualisierung diverser Gender-Formen standzuhalten und unterschiedlichsten Ansprüchen zu entsprechen. Es ist eine „crazy world we live in“. Die Herausforderung, sein persönliches Glück in der Liebe zu finden, scheint größer, als einen Sechser im Lotto zu landen. Ganz ehrlich, wenn wir an der angeblich so glänzenden Oberfläche funktionierender Beziehungen kratzen, finden wir allzu oft Abgründe vor. Die Liebe ist mehr denn je ein Schlachtfeld. Missbrauch, Gewalt, Demütigungen und Schlimmeres sind häufiger, als wir wirklich wissen wollen.

Aber eine Kuschelzonen-Beziehung ist auch nicht das, was uns wirklich beglückt. Wir wollen die Leidenschaft, das Abenteuer, Sex, Sinnlichkeit und Erotik. Und gleichzeitig einen sicheren Hafen mit einem Partner, dem oder der wir vertrauen.

Wie kann eine Beziehung funktionieren und langfristig glücklich machen, im rosa Wolken-Himmel, zwischen Schlachtfeld und Kuschelzone …?

Helfen wirklich solche Beziehungs-Regeln, wie sie zum Beispiel der „Date Doktor“ aus dem Fernsehen fordert? Sehen wir sie uns mal näher an …

  1. Körperliche Anziehung

Ist sicherlich eine Conditio sine qua non für Liebesbeziehungen. Wer sich nicht riechen kann, wird nie wirklich ein Paar auf Dauer bleiben.

  1. Selbe Werte und Zielvorstellungen

Auch dies ist sicher eine Grundvoraussetzung dafür, dass eine Beziehung über längere Zeit funktionieren kann. Wenn ein Partner das Leben auf dem Ponyhof, Kinder, Kuchen backen und stricken bevorzugt, der andere aber ein internationales Rockstar-Leben führen will … So wird das Anderssein die Liebenden vielleicht erst einmal anziehen, früher oder später aber zum Fallstrick.

  1. Ähnliche Interessen

Können ein Schweißmittel sein, das eine Liebe zusammenhält, wenn die Leidenschaft schon lange abhandengekommen ist. Gemeinsame Liebhaberei zum Beispiel für gutes Essen, Reisen, Musik, Kunst, Sport verbinden uns, schaffen Nähe. Sie können aus Liebe eine tiefe Freundschaft erwachsen lassen.

  1. Ähnlicher Coolheitsstatus

Zumeist suchen wir uns Partner, die uns ähnlich sind, was Attraktivität und Status betrifft. Ist ein Partner dem oder der anderen weit über- oder unterlegen, kann es brisant werden und zu Neid, Missgunst, Komplexen und extremer Eifersucht führen, die nach einer Weile tödlich für jede Liebe sein können.

  1. Eine ähnliche Herkunft / Heridität

Ist sicher auch hilfreich. Wenngleich die zunehmende Globalisierung immer häufiger zu ungewöhnlichen Paaren führt. Die aber nicht unbedingt unpassend sein müssen.

  1. Sexuelle Vorlieben

Das Wunderwerk einer sexuell beglückenden Beziehung kann süchtig machen und selbst Paare zusammenführen und – zumindest für eine Weile – zusammenhalten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten … Aber was, wenn der Alltag, der auf leisen Sohlen sukzessive in die meisten Verbindungen einzieht, die Leidenschaft killt?

  1. Akzeptanz in der Familie und im Freundeskreis

Was, wenn unsere große Liebe von unserer Familie abgelehnt und vom Freundeskreis gemobbt wird? Viele Familien und Freundschaften zerbrechen aus diesem Grund. Am Ende aber zerbricht zumeist die Liebe zum Partner. Denn Blut ist dicker als Wasser bzw. andere Körperflüssigkeiten!

  1. Ähnlicher Umgang mit Geld

Finanzielle Streitereien sind Ursprung vieler Scheidungen. In unserer heutigen Gesellschaft ist der Gott des Geldes übermächtig und das Gefühl, ausgenutzt bzw. „über den Tisch gezogen zu werden“, ist kein guter Nährboden für wahre Liebe. Ich rate zu finanzieller Unabhängigkeit. Abhängigkeit macht immer schwach und schadet jeder Beziehung!

  1. Ein ähnliches Bedürfnis nach Nähe und Distanz

Wenn ein Partner den anderen schon vermisst, wenn der „nur mal Zigaretten holen geht“, ohne – wofür diese Redewendung steht – sich für immer auf und davon zu machen, und der andere seine Freiheit, Zeit für sich und Distanz braucht, so ist das eine schwere Bewährungsprobe für jede Beziehung. Ohne Kompromissbereitschaft schwer zu lösen!

  1. Respekt, Achtsamkeit & Empathie sowie eine funktionierende Streitkultur

Ohne diese Attribute wird keine Beziehung, auch nicht wenn alle 10 „Beziehungsregeln“ Bestand haben, von Dauer sein. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass eine Liebe er-wachsen kann. Dies drückt sich auch in der gemeinsamen Streitkultur aus.

Fazit:

Eine Liebe, die auf Leidenschaft beruht und nicht in der gemeinsamen Kuschelzone lauwarm dahinsimmert, wird immer und unausweichlich Konflikten ausgesetzt sein. Je weniger „Regeln“ bei beiden Partnern übereinstimmen, umso größer kann die Leidenschaft sein. Umso unüberbrückbarer ist allerdings auch die Gefahr des Zerbrechens der Liebe. Um das zu verhindern, müssen die Liebenden permanent an ihrer Beziehung „arbeiten“ und Wunder bewirken. Eine Anstrengung, der wir uns heute allzu oft entziehen, um den Weg der Bequemlichkeit zu gehen. Nach dem Motto: Beim nächsten Partner wird alles besser.

Doch ist die Liebe nicht das größte Gut und jede Anstrengung wert?

In diesem Sinne! Wunderschöne, harmonische Oster-Feiertage im Kreise der Liebsten.

Eure

Nicole Rose

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Die Liebe: Schlachtfeld oder Kuschelzone

„Die Liebe ist eine berauschende Droge, die dich durchs Leben schweben lässt. Die Frage ist, wie viele Bewährungsproben sie erträgt, ohne vorzeitig zu zerbrechen.“ Marcello Mastroianni

 „Love is a battlefield“, wusste schon Pat Benater in den 70er Jahren. Dabei schien das damals, in den Zeiten von Hippies, freier Liebe und Woodstock noch viel einfacher als heute. Je komplexer und komplizierter unsere immer digitalere und globalere Welt wird, die sich täglich rasanter zu drehen scheint, umso mehr sehnen wir uns nach Liebe, Zugehörigkeit, Sicherheit. Eine Milliarde Menschen sahen die Hochzeit von Meghan und Harry. Die Familie wird zum Zufluchtsort und Ruhepol, nachdem die Battle des Business immer brutaler wird. Diese Tendenz ist global. Eine gleichzeitige und erschreckende Tendenz: Mittlerweile wird jede ZWEITE Ehe geschieden. In den Städten wohnen 60 Prozent Singles. Lebensabschnittspartnerschaften sind die Regel. Patchwork-Beziehungen auf Zeit lösen die Ehe, „bis dass der Tod uns scheide“, ab. Längst hat der Scheidungsanwalt den Klabautermann ersetzt.

100 different Shades of Grey machen es nicht einfacher! Dazu kommen Dutzende Transgender-Formen. Beziehungen müssen immer anpassungsfähiger werden, um der eklatanten Individualisierung diverser Gender-Formen standzuhalten und unterschiedlichsten Ansprüchen zu entsprechen. Es ist eine „crazy world we live in“. Die Herausforderung, sein persönliches Glück in der Liebe zu finden, scheint größer, als einen Sechser im Lotto zu landen. Ganz ehrlich, wenn wir an der angeblich so glänzenden Oberfläche funktionierender Beziehungen kratzen, finden wir allzu oft Abgründe vor. Die Liebe ist mehr denn je ein Schlachtfeld. Missbrauch, Gewalt, Demütigungen und Schlimmeres sind häufiger, als wir wirklich wissen wollen.

Aber eine Kuschelzonen-Beziehung ist auch nicht das, was uns wirklich beglückt. Wir wollen die Leidenschaft, das Abenteuer, Sex, Sinnlichkeit und Erotik. Und gleichzeitig einen sicheren Hafen mit einem Partner, dem oder der wir vertrauen.

Wie kann eine Beziehung funktionieren und langfristig glücklich machen, im rosa Wolken-Himmel, zwischen Schlachtfeld und Kuschelzone …?

Helfen wirklich solche Beziehungs-Regeln, wie sie zum Beispiel der „Date Doktor“ aus dem Fernsehen fordert? Sehen wir sie uns mal näher an …

  1. Körperliche Anziehung

Ist sicherlich eine Conditio sine qua non für Liebesbeziehungen. Wer sich nicht riechen kann, wird nie wirklich ein Paar auf Dauer bleiben.

  1. Selbe Werte und Zielvorstellungen

Auch dies ist sicher eine Grundvoraussetzung dafür, dass eine Beziehung über längere Zeit funktionieren kann. Wenn ein Partner das Leben auf dem Ponyhof, Kinder, Kuchen backen und stricken bevorzugt, der andere aber ein internationales Rockstar-Leben führen will … So wird das Anderssein die Liebenden vielleicht erst einmal anziehen, früher oder später aber zum Fallstrick.

  1. Ähnliche Interessen

Können ein Schweißmittel sein, das eine Liebe zusammenhält, wenn die Leidenschaft schon lange abhandengekommen ist. Gemeinsame Liebhaberei zum Beispiel für gutes Essen, Reisen, Musik, Kunst, Sport verbinden uns, schaffen Nähe. Sie können aus Liebe eine tiefe Freundschaft erwachsen lassen.

  1. Ähnlicher Coolheitsstatus

Zumeist suchen wir uns Partner, die uns ähnlich sind, was Attraktivität und Status betrifft. Ist ein Partner dem oder der anderen weit über- oder unterlegen, kann es brisant werden und zu Neid, Missgunst, Komplexen und extremer Eifersucht führen, die nach einer Weile tödlich für jede Liebe sein können.

  1. Eine ähnliche Herkunft / Heridität

Ist sicher auch hilfreich. Wenngleich die zunehmende Globalisierung immer häufiger zu ungewöhnlichen Paaren führt. Die aber nicht unbedingt unpassend sein müssen.

  1. Sexuelle Vorlieben

Das Wunderwerk einer sexuell beglückenden Beziehung kann süchtig machen und selbst Paare zusammenführen und – zumindest für eine Weile – zusammenhalten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten … Aber was, wenn der Alltag, der auf leisen Sohlen sukzessive in die meisten Verbindungen einzieht, die Leidenschaft killt?

  1. Akzeptanz in der Familie und im Freundeskreis

Was, wenn unsere große Liebe von unserer Familie abgelehnt und vom Freundeskreis gemobbt wird? Viele Familien und Freundschaften zerrechen aus diesem Grund. Am Ende aber zerbricht zumeist die Liebe zum Partner. Denn Blut ist dicker als Wasser bzw. andere Körperflüssigkeiten!

  1. Ähnlicher Umgang mit Geld

Finanzielle Streitereien sind Ursprung vieler Scheidungen. In unserer heutigen Gesellschaft ist der Gott des Geldes übermächtig und das Gefühl, ausgenutzt bzw. „über den Tisch gezogen zu werden“, ist kein guter Nährboden für wahre Liebe. Ich rate zu finanzieller Unabhängigkeit. Abhängigkeit macht immer schwach und schadet jeder Beziehung!

  1. Ein ähnliches Bedürfnis nach Nähe und Distanz

Wenn ein Partner den anderen schon vermisst, wenn der „nur mal Zigaretten holen geht“, ohne – wofür diese Redewendung steht – sich für immer auf und davon zu machen, und der andere seine Freiheit, Zeit für sich und Distanz braucht, so ist das eine schwere Bewährungsprobe für jede Beziehung. Ohne Kompromissbereitschaft schwer zu lösen!

  1. Respekt, Achtsamkeit & Empathie sowie eine funktionierende Streitkultur

Ohne diese Attribute wird keine Beziehung, auch nicht wenn alle 10 „Beziehungsregeln“ Bestand haben, von Dauer sein. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass eine Liebe er-wachsen kann. Dies drückt sich auch in der gemeinsamen Streitkultur aus.

Fazit:

Eine Liebe, die auf Leidenschaft beruht und nicht in der gemeinsamen Kuschelzone lauwarm dahinsimmert, wird immer und unausweichlich Konflikten ausgesetzt sein. Je weniger „Regeln“ bei beiden Partnern übereinstimmen, umso größer kann die Leidenschaft sein. Umso unüberbrückbarer ist allerdings auch die Gefahr des Zerbrechens der Liebe. Um das zu verhindern, müssen die Liebenden permanent an ihrer Beziehung „arbeiten“ und Wunder bewirken. Eine Anstrengung, der wir uns heute allzu oft entziehen, um den Weg der Bequemlichkeit zu gehen. Nach dem Motto: Beim nächsten Partner wird alles besser.

Doch ist die Liebe nicht das größte Gut und jede Anstrengung wert?

In diesem Sinne! Wunderschöne, harmonische Oster-Feiertage im Kreise der Liebsten.

Eure

Nicole Rose

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Das Geheimnis der Leidenschaft

Es gibt Begegnungen, die sind magisch. Sie vermögen es, unser Leben von einem auf den anderen Augenblick zu verändern. „Augen-Blick“ ist sprichwörtlich gemeint: Wir sehen jemanden und fühlen eine Anziehung, die mit dem Verstand nicht mehr zu erklären ist. Eine solche Geschichte erzählt mein erster Roman, DAS LIEBESVER-SPRECHEN, www.nicolerose.de. Die Sechsologie der Sinne endet im LIEBESVERBRECHEN.

Wir fühlen uns, als ob jemand ein Streichholz genommen hätte und es mitten an unser Herz hält. Tanzen auf dem Vulkan. Voll Entzücken, Begierde und Lust. Geben uns dem anderen vollkommen hin.

Woran nur liegt es, dass wir von einem auf den anderen Moment einem Menschen völlig verfallen? Weiterlesen

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Attraktiv ist viel mehr als sexy

Gestern saßen wir im Straßencafé und sahen den vorüberflanierenden Menschen zu. Wenige waren attraktiv, manche gutaussehend, die meisten wirkten langweilig. Bis dieses Paar vorbeischlenderte, liebevoll eingehakt, er groß, gut gebaut, vielleicht 45, mit ausdrucksvollen, männlichen Gesichtszügen, ein Typ, der wohl bei vielen Frauen bei einem Flirt punkten würde. Sie auch groß, aber vielleicht einen halben Kopf kleiner als er, obelixartig dick (die Form einer zugespitzen Tonne), ein bisschen schmuddelig, vielleicht fünf Jahre jünger und mit einem so dummen Gesichtsausdruck, dass ich zweimal hinschaute, um zu begreifen, dass diese zwei Menschen tatsächlich zusammengehörten.

Was finde ich eigentlich attraktiv?

Spätestens in so einem Augenblick taucht die Frage auf: Wie hat sie ihn gekriegt? Beziehungsweise: Was findet er an ihr? Es dauerte natürlich nur ein paar Sekunden, bis sich die Frage an mich wandte. Was sorgt dafür, dass ich mich für eine Frau spontan interessiere? Weiterlesen

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Fremdgehen – du auch?

Fremdgehen ist mir fremd. Warum das so ist, erzähle ich mal an anderer Stelle. Bleiben wir also beim Allgemeinen: Fremdgehen ist keine Seltenheit. Aus der Tatsache, dass es regelrechte Seitensprungagenturen gibt, lässt sich indirekt auf die Häufigkeit des delikaten Verhaltens schließen. Aber wenn Affären so häufig sind, dass das Bedürfnis danach einen echten Marktwert hat – kann man es dann noch als Fehlverhalten bezeichnen? Auch das wäre eine eigene Überlegung wert.

Wie oft Menschen fremdgehen, weiß man nicht genau. Über das Verhalten der Deutschen konnte ich keine Zahlen finden, wohl aber über die Russen, Schweizer, Schweden und Weiterlesen

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Liebe auf Wunsch?

Kürzlich besuchte ich in München eine Gruppe von Menschen, die es tatsächlich für möglich hielten, jedermann lieben zu können. Es komme nur darauf an, dass man das wirklich wolle. Das brachte eine Saite in mir zum Klingen, meine Sehnsuchtssaite.

Der erste Impuls meiner realistischen Seite äußerte sich freilich erst einmal kritisch: „Quatsch. Es ist schon schwer genug, auch nur einen Menschen zu lieben.“ Ja stimmt, und meistens hält das nur bis zum verflixten siebenten Jahr. Nachdem aber etwas in mir einem derartigen Realismus misstraut, drängte gleich ein zweiter Gedanke hinterher: „Warum eigentlich nicht?“ Weiterlesen

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Beziehungskiller Langeweile: Weilst du noch, oder langt es schon?

Langeweile – sicherlich einer der Beziehungskiller überhaupt! In reiferen Jahren ist es gerne das verflixte siebte Jahr, das mit diesem Phänomen in Verbindung gebracht wird. Als Teenie können es auch leicht nur sieben Tage sein, die einfach unglaublich lang, langweilig und irgendwie klebrig erscheinen. Ist das nicht seltsam? Woran liegt das? Sind die vielen Möglichkeiten der Jetzt-Zeit schuld? Wie war es denn früher? Sagen wir mal in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Blöd, dass man die nicht fragen kann, weil die damals Liierten überwiegend eines sind, nämlich tot. Laut Wikipedia ist die Langeweile  „das unwohle, unangenehme Gefühl, das durch erzwungenes Nichtstun hervorgerufen wird oder bei einer als monoton oder unterfordernd empfundenen Tätigkeit aufkommen kann“. Hust. Übertrage ich diese Aussage auf das Thema Mann/Frau, dann gehen doch ziemlich schlagartig einige Lichter an.

Erschreckend gleichartige Muster

Bleiben wir doch erstmal bei der „als monoton oder unterfordernd empfundenen Tätigkeit“. Und denken wir das in Richtung Bett. Oder wir nennen es gleich beim Namen – der Sex in Partnerschaften neigt nicht selten dazu, im Laufe der Zeit erschreckend gleichartigen Mustern zu folgen. Oder frei nach dem Motto: Wer zuletzt kommt, den bestraft das Leben! Schließlich müssen wir morgen beide früh raus! Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich passiert das nicht von heute auf morgen, es ist eher so wie mit dem Toastbrot im Brotkasten: Ganz lang kann man es noch genießen und plötzlich ist es grün und blau. Schimmel dran! Was dann?

Erzwungenes Nichtstun?

Hier kommt ganz schnell die zweite Aussage aus dem eingangs erwähnten Zitat zur Wirkung, nämlich „das unwohle, unangenehme Gefühl, das durch erzwungenes Nichtstun hervorgerufen wird“. Denn wenn im abendlich-nächtlichen Liebesspiel nicht mehr Rammstein, sondern Fahrstuhlmusik der Soundtrack ist, dann neigt Mensch eben dazu, derlei Aktivitäten einfach zu unterlassen. Erzwungenes Nichtstun also? Das gilt es ja schon zu hinterfragen, denn die Publikumsmedien sind ja voll von „nützlichen Tipps“ und „praktischen Tricks“, wie ein Paar denn diesem Mahlstrom der „eingeschlafenen Füße“ wieder entkommen kann. Allein: Das müssen beide wollen und sich zudem noch auf bestimmte Tipps oder Tricks einigen wollen – was häufig nicht gelingt. Schon das Thema anzuschlagen, gleicht einem diplomatischen Hochseilakt.

Auswegen aus der Beziehungs-Sackgasse?

Yo, und pfeif auf alte Zeiten, die Zeugen können wir eh nicht mehr fragen – heute ist die Antwort auf die „eingeschlafenen Füße“ sehr häufig eine Neuorientierung im Netz. Da wird im Bus zur Arbeit ge-tindert, am Rechner im Büro das Datingportal geöffnet. Und der Grund: die bleierne Langeweile. Das geht noch bunter, bitte ein bisserl mehr bpm für mein Leben, tipp, tipp, tipp. Wozu also die lästige „Arbeit“ auf sich nehmen und mit dem Menschen, mit dem man aktuell in Beziehung ist, nach Auswegen aus der Beziehungs-Sackgasse zu suchen? Da draußen ist alles so schön bunt und ist nur einen Klick oder Wisch entfernt. Aber die entscheidende Frage vor all dem Wischen und Klicken ist doch: Haben wir alles probiert? Und anders herum: Bin ich wirklich fair zu meinem Gegenüber am anderen Ende des Netzes? Oder langweile ich mich nur und hätte eigentlich nur gerne ein Update für das, was gerade ist? Leider stellen sich nur wenige dieser Frage und nehmen Verletzungen auf der „anderen Seite“ ignorant in Kauf. Langeweile? Kann echt wehtun …

 

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BDSM: Bock auf Stock?

Auf BDSM* bin ich rein zufällig gestoßen, bei der Recherche zu einem völlig anderen Thema. Zu jener Zeit war ich glücklich verheiratet, meine Frau bekannte sich klar zu Vanilla-Sex und so hatte ich das Thema gedanklich abgehakt – jedoch nicht, ohne mir ein Paar Bookmarks zu machen und fürderhin in gewissen Foren wie etwa der Sklavenzentrale mitzulesen. Fast zehn Jahre später war unsere Ehe faktisch durch, auch letzte Rettungsversuche beim Paartherapeuten hatten sich als fruchtlos erwiesen und so dachte ich mir: Okay – jetzt probierst du das mal aus! Schließlich hatte ich ne Ecke früher bei einem BDSM-Discounter (ja, so was gibt es tatsächlich!) eine Art Starter-Kit erworben mit Handschellen, Knebel, Paddels und Gedöns. Meiner Frau angeboten, das Mal zu testen, aber sie wollte nicht. Tja – nun war ich an dem Punkt, das auch mit jemand anderem zu versuchen.

Devoter Dirty Talk

Über Internetforen wollte ich aber nicht gehen, meine Ex hatte erst unlängst mein Notebook gefleddert und so entschied ich mich – ganz Old-School – eine Kontaktanzeige aufzugeben. Den genauen Text der Anzeige weiß ich nicht mehr. „Devote Frau gesucht“ plus eine eigens angelegte Mailadresse war es wohl. Hab ich einen Alterswunsch angegeben? Keinen Plan, ist ja auch egal, letztendlich. Denn nun war Spannung angesagt. Würde sich überhaupt jemand melden? Mit Kontaktanzeigen hatte ich keinerlei Erfahrung, schien mir eher ein altertümliches und darum wohl eher hoffnungsloses Konzept zu sein. Aber siehe da, es kamen einige Mails rein und eine der  Damen schrieb sofort in einem devoten Dirty Talk, den ich so noch nicht kannte. Sprach mich mit „Herr“ an und derlei mehr. Leider habe ich diesen alten Mail-Account nicht mehr und kann darum auch keine Zitate ausgraben. Aber Fakt war, dass wir eifrig hin und her geschrieben haben. Und ich kann durchaus sagen, dass sie es verstand, mich mit puren Worten durchaus heiß auf ein reales Treffen zu machen.

Outfit? Du wirst zufrieden sein!

Jaja, die W-Fragen: Wann, wo und überhaupt. Sie kam aus der Nähe von Nürnberg und so orderte ich (als damals Würzburger) ein Zimmer in einem Motel im Dettelbacher Industriepark, nicht ganz auf halber Strecke, aber in Geiselwind war nichts mehr frei. Wir hatten über Outfit zu diesem Date geschrieben und sie versicherte mir, ich werde zufrieden sein. Die Spannung stieg. Und das Motel machte es nicht unspannender, denn es war komplett frei von menschlichem Personal. EC-Karte, Reservierungsnummer, Schlüssel fällt raus und ab dafür – auch das eine Premiere, kannte ich so bislang nicht. Also raus aufs Zimmer, ganz schön beengt fand ich es da drin, aber ich legte mein Starter-Kit auf dem immerhin vorhandenen Tisch aus und harrte der unbekannten Dame, die da auftauchen würde. Ging raus vors Haus rauchen, sie abpassen, weil eine Klingel fürs Zimmer gab es schlicht nicht.

Nicht wirklich mein Fetisch

Schließlich – ein Auto mit Nürnberger Kennzeichen parkt, eine Frau steigt aus. Etwa in meinem Alter, schlank, nicht hässlich, aber auch keine Schönheit. Uff – noch mal gut gegangen! Wir hatten per Mail keine Bilder ausgetauscht und so hätte ja auch eine veritable Mischung aus Kingkong und Godzilla diesem Opel Corsa entsteigen können. Sie holt eine Tasche aus dem Kofferraum und dann begleite ich sie zum Zimmer, wo sie sich sofort ins WC verabschiedet. „Umziehen“, lautet ihr geraunter Kommentar und ich harre der Dinge, die nun kommen mögen. Wenige Minuten später tritt sie aus dem Bad und hat sich in ein Schulmädchen verwandelt! So mit Kleidchen und langen Socken und Zöpfen. Uff! Nicht wirklich mein Fetisch, aber es gelingt mir, dass mein Unterkiefer nicht nach unten klappt. Das Schulmädchen tänzelt zum Tisch, mustert mein Starter-Kit mit mildem Blick und sagt belustigt: „Da hab ich was Besseres!“ Aus ihrer Tasche – holte sie einen Rohrstock hervor …

Ein stiller Schwur

Nun – ich will ja hier keinen Porno schreiben, warum auch? Das Netz ist voll davon und jeder, der sich so was anschauen möchte, wird schnell und mit Sicherheit fündig. Eine andere Geschichte ist es, selbst in so einer Situation zu sein. Eine Frau schlagen? Und auch noch mit so einem brutalen Werkzeug? Für mich normalerweise ein absolutes NoGo, aber wie Frau Merkel sagen würde: „Nun sind Sie nun mal hier.“ Also kam ich ihr – auf inständiges Bitten – entgegen. Sie wollte das. Sie erzählte mir, sie sei Direktorin eines Internats. Und ja – wir kamen beide auf unsere Kosten. Wenn auch meinerseits mit dem stillen Schwur, so etwas nie wieder zu tun. Danach gingen wir rüber ins BurgerKing – ehrlich gesagt, ich habe meinen Burger nur unter Mühe runter gekriegt. Wir redeten, verabschiedeten uns dann und schrieben noch eine Weile miteinander. Sie verlor den Job im Internat und brach zu einer Wanderung in die Blue Mountains auf. Danach habe ich nie wieder von ihr gehört, aber um Rohrstöcke seither einen großen Bogen gemacht.

*Wikipedia: “Sammelbezeichnung für eine Gruppe miteinander verwandter sexueller Vorlieben, die oft unschärfer als Sadomasochismus bezeichnet werden.”